In den Burgen des Mittelalters und in den Schlössern des Barocks war es erstaunlich ruhig. Das lag daran, dass die Wände mit Wandteppichen behangen wurden. Diese hatten gleich zwei Funktionen: Sie schluckten Schall und waren Kunstobjekte. Teppiche zu knüpfen ist an sich schon eine schwierige Arbeit, daraus Kunst zu machen aber auch heute noch hoch geschätzt.

Die ersten Kunstteppiche bestanden noch aus Mustern. Später waren die Produzenten sogar in der Lage, darauf Geschichten zu erzählen, meisten von den Heldentaten der Könige und Adligen. Im 20. Jahrhundert bekam der Teppich als Kunstform eine Wiederauferstehung. Das geht soweit, dass man manchmal nicht sicher sein kann, ob ein teppich grau ist oder ob sich in der Art des Webens vielleicht Kunst verbirgt. Denn monochrome Bilder können auch in einen Teppich gewebt werden.

Heimtextilien als Leinwand
Teppiche mit kunstvollen Mustern und mit Motiven können zwar immer noch an die Wand gehängt werden. Meistens aber liegen sie heute auf dem Boden, unter Tischen, im Flur, vor dem Bett oder im Wohnzimmer. Sie können sogar zu einer Art Leinwand werden. Teppich aus Rya bestehen aus einem weichen und dichten Flor. Je nachdem, in welche Richtung man ihn bürstet, erscheinen die Fasern heller oder dunkler. Damit lassen sich interessante Muster schaffen, die beim nächsten Saugen wieder verschwinden. Diese Hochflorteppiche gibt es in unterschiedlichen Farben und eignen sich wunderbar für abstrakte Kompositionen mit einer weichen Bürste.
Nach wie vor gibt es Künstler, die einen Teppich als Leinwand nehmen und Muster und Formen schaffen, die sonst mit Öl gemalt werden. Das Material ist aber eine Herausforderung. Entweder muss man in der Lage sein, selbst weben oder knüpfen zu können, oder aber man braucht Fachkräfte, die das nach einer Vorgabe erledigen.
Teppichdesign am Computer
Eine neuere Möglichkeit sind computergesteuerte Teppichproduktionen. Diese wird zunehmend bei Mustern verwendet, die bei Teppichen aus Kunstfasern sehr gut zur Geltung kommen. Heute sind klare und einfache Formen beliebter als die feinen Linien, wie man sie von Orientteppichen kennt. Sie passen besser in moderne und urbane Wohnungen, unterstützen die Optik von Möbelstücken und können Akzente in einem Raum setzen.
Mussten die alten Ritter noch Teppichknüpfer aus dem fernen Orient anreisen lassen, gibt es die geknüpften Werke heute mit kunstvollen Mustern einfach im Internet zu bestellen. Der große Vorteil einer digitalisierten Produktion ist, dass man die Farben recht einfach ändern kann. So lassen sich diese unterschiedlichen Räumlichkeiten anpassen.
Man spricht heute von der Trendcarpet Art Line, wenn es um gestaltete Wohnteppiche geht. Bekannte Designer und Künstler machen Entwürfe für edle Wilton-Teppiche, die aussehen, als hätte man ein abstraktes Gemälde in Fasern umgewandelt. Da diese Teppiche maschinengewebt sind, sind die Preise günstiger als bei einem handgeknüpften Modell. So lässt sich Kunst auf dem Boden zu bezahlbaren Preisen einfach nach Hause liefern. Und wem das Design zu schade für den Boden ist, der kann sich das Stück auch an die Wand hängen. Das ergibt nach wie vor auch eine gute Dämmung, was Echos im Raum angeht – wie damals bei den Rittern.















ge wohlhabender Gönner anzunehmen. Für den Mailänder Herzogs Ludovico Sforza schuf er das weltberühmte Letzte Abendmahl. In Fachkreisen gilt das 
im Vatikan bewundert werden. Die Entstehungszeit wird auf 1498 bis 1500 geschätzt. Es heißt, sie muss Michelangelo viel bedeutet haben, da es die einzige signierte Skulptur des Künstlers ist. 1501 kehrte er nach Florenz zurück, wo er unter anderem den Auftrag des Kardinals Francesco Piccolomini annahm. Er sollte 15 schmückende Skulpturen für eine Grabstätte in der Kathedrale von Siena herstellen. Doch es gelang ihm aus Zeitgründen und Interesse, nur einige von ihnen fertigzustellen.
/i> (1617). Seine Werke werden der Kunstepoche des Barock und der Antwerpener Schule zugeordnet. Unter seinen Gönnern befanden sich Mitglieder des Adels sowie bedeutende Persönlichkeiten der Kirche. Rubens wurde unter anderem auch von den Königen von Frankreich und England engagiert. Er behandelte Themen aus den Bereichen Religion, Mythologie und Geschichte. Er schuf Porträts, Altarbilder sowie erotisch anmutende Darstellungen wie zum Beispiel Die drei Grazien (1630 – 1635).
er ab 1794 die Kopenhagener Königliche Dänische Kunstakademie. Der teilweise düstere, naturalistische Stil